Diese Information ist Teil der Salomon Mountain Academy. Der Ausgangspunkt für jeden, der abseits der Piste Skifahren oder Snowboarden will. Das gesamte Wissen als Fundament, zur Auffrischung oder als Nachschlagewerk.

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Professionelle Begleitung

Verantwortung

Letztendlich geht es um das Minimieren der Risiken, wenn du abseits der Piste unterwegs bist. Und wer könnte das besser als bestens ausgebildete Männer und Frauen die öfter im Schnee unterwegs sind, als du in deinem ganzem Leben? Bergführer sind so gut ausgebildet, dass sie das Restrisiko auf ein Minimum reduzieren können. Es gibt Unterschiede in den Fachkenntnissen von Bergführern, Ski-und Snowboardführern und Ski-und Snowboardlehrern. Unterschiede in der Ausbildung und daher auch in der Befugnis am Berg. Aber wer darf eigentlich was? Und zu wem solltest du am besten gehen?

Willst du die beste Begleitung am Berg? Dann nimm dir einen Experten auf höchstem Niveau. Das sind nicht nur Bergführer sondern auch Ski- und Snowboardführer in Österreich, die Swiss Snow Pros in der Schweiz und in Frankreich die Moniteur Diplômé welche über das Diplom "1er degré du brevet d'Etat d'éducateur sportif" verfügen. Diese Spezialisten haben die beste Ausbildung genossen und können dir helfen. Denn jemand der vier Wochen auf der Anfängerwiese steht und acht Wochen auf der Piste unterwegs ist hat noch keine Ahnung vom Fahren im freien Gelände. Zudem ist es so, dass es immer merh und strengere Verordnungen gibt. Diese Regeln sind da um dich gegen Pfuscher, Abenteurer, Glücksritter und unqualifizierte Ski-und Snowboardlehrer zu schützen. Kontrolliere immer mit wem du es zu tun hast. 

Du bist also auf der Suche nach einem Diplom:  

Diplom herausgegeben von

Bergführer

UAIGM-IVBV-IFMGA
Swiss Snow Pro Swiss Snowsports
Moniteur Diplômé ENSA
Ski-/Snowboardführer Länder

Die oben genannten Profis haben nicht nur Erfahrung, sondern eine solide Ausbildung, die weiter reicht als die Kenntnisse aus diesem Kurs. Zwar haben einige der untenstehenden Lehrer schon Erfahrung im freien Gelände. Wir wissen allerdings nicht, um welche Erfahrungen es sich handelt oder welches Wissen vorhanden ist. Oft sind diese Lehrer auf der Piste oder im Anfängerbereich tätig und tun das auch nur in den Ferien. Das bedeutet, dass ihre Kenntnis und Erfahrung unter Umständen nicht ausreichend sind. Nicht umsonst darf in der Schweiz neben dem Bergführer nur noch der Swiss Snow Pro mit Gästen im Gelände unterwegs sein. In Frankreich ist das schon sehr lang so.

Du bist also nicht auf der Suche nach folgenden Diplomen:

Diplom herausgegeben von
Grundstufe Skilehrer, Verbandsskilehrer Deutscher Skilehrerverband
Anwärter, Landes-Skilehrer Länder
Instructeur, Trainer A Belgische Lichamelijke Ontwikkeling Sport en Openluchtrecreatie
Grundinstruktor Skiforbund Dansk
BASI 2, BASI 3, BASI 4 British Association of Snowsports Instructors
Skileraar A, skileraar B Nederlandse Ski Vereniging
Aspirant SSSA, Instruktor SSSA Swiss Snowsports

Da die obenstehenden Begriffe wahrscheinlich neu für dich sind, bekommst du hier noch eine umfangreichere Erläuterung zu den Experten.

UIAGM Guide (Bergführer)

Ein Bergführer ist ein Profi und kann Personen selbstständig und auf eine sichere und verantwortungsvolle Art und Weise durch das Gebirge führen. Und das geht noch viel weiter als 'nur' Freeriden. Ein Bergführer ist Alpinist, Kletterer (Fels, Eis...), Tourengeher, Skifahrer und oft im hochalpinen Gebirge unterwegs. Erst nach erfolgreicher Absolvierung der Bergführerausbildung darf man sich Bergführer nennen. Dann bekommt man das begehrte UIAGM-Abzeichen. Ein anerkannter Bergführer darf seinen Beruf in jedem Land ausüben. Aufgrund seiner Ausbildung darf dich ein Bergführer überall auf dem Berg begleiten. Auch auf den Gletscher.

 Das Abzeichen der UIAGM – die Garantie, dass du mit einem anerkannten Bergführer unterwegs bist.

Das Abzeichen der UIAGM – die Garantie, dass du mit einem anerkannten Bergführer unterwegs bist.

Was ist die UIAGM?
UIAGM steht für Union Internationale des Associations de Guides de Montagnes. UIAGM ist auch bekannt als:

  • IVBV - Internationale Vereinigung der Bergführerverbände​
  • IFMGA - International Federation of Mountain Guides Associations

Einfach gesagt, ist es der Verband der Bergführer.

Ausbildung zum Bergführer
Neben den verschiedenen technischen Fähigkeiten auf dem Gebiet von Fels- und Eisklettern werden Bergführer auch im Schnee ausgebildet. Dabei müssen sie in jeder Schneeart und in jedem Gelände gut fahren können. Das bedeutet, dass ein Bergführer sehr breit ausgebildet ist. Zugleich heißt das aber auch, dass durch die breite Ausbildung nicht jeder Bergführer ein reiner Skifahrer oder Snowboarder ist. Im Gegensatz zu Ski- und Snowboardführern. Neben den technischen Disziplinen gehören auch folgende Kapitel zur UIAGM Bergführerausbildung:

  • Natur und Umgebung (Flora, Fauna, Geologie, Kultur, Ökologie)
  • Risikomanagement und Kommunikation
  • Führungstechnik
  • Orientierung
  • Meteorologie
  • Lawinenkunde
  • Rettung und Erste Hilfe
  • Klettern in hohen Lagen

Skiführer, Snowboardführer, Schweizer Snow Pros, Skilehrer

​Mit all diesen Ausdrücken ist es eigentlich nicht klar, wie es in Österreich, der Schweiz und Frankreich genau geregelt ist.

Österreich
Die Ausdrücke Skiführer und Snowboardführer gibt es nur in Österreich. Es sind Ski- und Snowboardlehrer die eine staatliche Ausbildung gemacht haben. Das ist die höchste Ausbildung die man als Skilehrer erreichen kann. Dazu haben diese staatlichen Skilehrer noch die besondere Ausbildung zum Ski- oder Snowboardführer absolviert. Diese Ausbildung umfasst das Führen von Skitouren/ Snowboardtouren im freien Gelände, im hochalpinen Gelände sowie auch am Gletscher.

Ein Ski- oder Snowboardführer ist – gleich wie ein Bergführer – befugt Personen gegen Bezahlung ins Gelände mitzunehmen. Um es ein bisschen ausführlicher zu erklären, gibt es in Österreich pro Bundesland verschiedene Befugnisse für Ski- und Snowboardführer. So darf man mit einem Ski- oder Snowboardführer im Bundesland Salzburg nur Tagestouren machen und in Tirol von Hütte zu Hütte ziehen. Ski- und Snowboardführer dürfen im Gegensatz zu Bergführern nur in dem Land arbeiten, in dem sie die Ausbildung gemacht haben. Also nur in Österreich. In der Praxis heißt das, dass ein Ski- oder Snowboardführer nur das mit seinen Gästen machen darf, was er/sie selbst in der Ausbildung gelernt hat.

Schweiz
In der Schweiz gibt es keinen Ski- oder Snowboardführer. Hier ist der Swiss Snow Pro, der höchst ausgebildete Skilehrer. Sie dürfen Gäste, gleich wie Bergführer, gegen Bezahlung ins Gelände mitnehmen. Sie dürfen touren, mit Fellen aufsteigen und auch klettern oder Passagen ohne Ski nehmen solange keine Absturzgefahr besteht und sie keine Hilfsmittel wie Seile, Steigeisen oder Eispickel benötigen. Sie dürfen allerdings nicht auf den Gletscher. Im Schweizer Skilehrersystem ist der Swiss Snow Pro der einzige, der Gäste mit ins Gelände nehmen darf.

Ein Swiss Snow Pro ist im Besitz der Swiss Snow Pro Karte mit dem Pflichtsticker FK (Fortbildungskurs – ein Kurs der alle zwei Jahre absolviert werden muss), und auf der Hinterseite eine gültige ISIA und RC Marke.

 Ein Snow Pro ist Mitglied der ISIA (International Ski Instructors Association)

Ein Snow Pro ist Mitglied der ISIA (International Ski Instructors Association)

 Die Swiss Snow Pro Karte – beachte den FK-Pflichtsticker!

Die Swiss Snow Pro Karte – beachte den FK-Pflichtsticker!

Frankreich
Auch in Frankreich gibt es keinen Ski- oder Snowboardführer. Hier ist die Ausbildung zum Skilehrer so schwierig, dass bereits ein Skilehrer seine Gäste mit ins Gelände nehmen darf. Sie dürfen, wie ihre Schweizer Kollegen, touren, mit Fellen aufsteigen und auch klettern oder Passagen ohne Ski nehmen solange keine Absturzgefahr besteht und sie keine Hilfsmittel wie Seile, Steigeisen oder Eispickel benötigen. Sie dürfen allerdings nicht auf den Gletscher. Im französischen Skilehrersystem darf niemand anders als der Moniteur Diplômé seine Gäste mit ins Gelände nehmen.

Skilehrer

Es ist offensichtlich, dass man mit einem Bergführer immer gut unterwegs ist und auch ein Ski- oder Snowboardführer oder Swiss Snow Pro darf dich mit ins Gelände nehmen. Es wird aber sehr diffus, wenn es um Skilehrer geht. Es gibt viele Ausbildungsniveaus und diese sind auch noch je nach Land verschieden. Es ist uns nicht gelungen, alles über die Befugnisse von Skilehrern in den Alpenländern herauszufinden, wenn es darum geht Gäste mit ins Gelände zu nehmen. Unser Ratschlag daher: Bergführer, Ski- und Snowboardführer und die Swiss Snow Pro sind die einzigen, die dich in den Alpen gegen Bezahlung im Gelände begleiten sollten.

Warum solltest du mit einem Bergführer, Ski- oder Snowboardführer oder einem Swiss Snow Pro unterwegs sein?

  1. Wenn jemand gut im Minimieren von Restrisiken ist,  dann sind es diese Experten. Sie berücksichtigen die Lawinengefahr und alles was damit zu tun hat. Mit einem dieser Profis bist du in den Bergen am sichersten unterwegs.
  2. Dein Skitag wir zum unvergesslichen Erlebnis. Vor allem die Ski- und Snowboardführer und die Swiss Snow Pros finden oft noch unverspurte Hänge. Wie das möglich ist? Aufgrund ihrer ausgezeichneten Kenntnisse vom Gebiet und den Schneeverhältnissen. Bergführer sind in mehreren Gebieten tätig und sind daher flexibler - kennen dadurch aber auch nicht immer alle Geheimtipps.
  3. Es ist ohne Zweifel auch schöner mit einem Experten unterwegs zu sein, der seinen Beruf mit viel Leidenschaft ausübt. Zudem kannst du von so einem Profi viel lernen. Niemand anderer kann dir so viel über die Berge beibringen.

Es gibt also viele Unterschiede zwischen den Befugnissen von Skilehrern, Ski- und Snowboardführern und Bergführern. Bei den beiden erstgenannten kann das sogar je nach Bundesland unterschiedlich sein. Als Faustregel gilt folgendes:

Zusammenfassung

  • Willst du sicher sein, dass derjenige mit dem du fährst, qualifiziert ist um dich mit ins Gelände zu nehmen? Dann ist der Bergführer, der lokale Ski- oder Snowboardführer oder ein Swiss Snow Pro eine sehr gute und zuverlässige Wahl.
  • In Österreich genügt ein Ski- oder Snowboardführer wenn du einen Tag (oder mehrere Tage) abseits der Piste unterwegs sein willst. Es sind meistens Tagestouren, wobei nicht in einer Berghütte übernachtet wird, sondern üblicherweise in einem Ort. Beachte dabei, dass die Befugnisse eines Ski- oder Snowboardführers je nach Bundesland unterschiedlich sind.
  • In der Schweiz gilt das für die Swiss Snow Pros.
Videos, Grafiken, Orientierung, andere Informationen oder Content (die "Inhalte") auf dieser Website sind nur für den allgemeinen Bildungs- und Informationszwecke geeignet. Dieses mit dem Grund um das gesamte Sicherheitsbewusstsein im Gelände zu erhöhen. Der Inhalt ist weder beabsichtigt, fachlichen Rat einzuholen oder einen Ersatz für fachliche Beratung. Der Inhalt ist keineswegs einen Ersatz für einen Grundkurs Lawinenkunde. Der Benutzer dieser Website sollten wissen dass Freeriden im Gelände inhärent ist an Risiken sowie schweren Verletzungen oder der Tod. Der Nutzer dieser Website sollte einen qualifizierten Alpinkurs in einem Lawinenzentrums machen.

Diese Information ist Teil der Salomon Mountain Academy. Der Ausgangspunkt für jeden, der abseits der Piste Skifahren oder Snowboarden will. Das gesamte Wissen als Fundament, zur Auffrischung oder als Nachschlagewerk.

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